MDT 2010 und Windows Bereitstellungsdienst (WDS) Teil II – Management

Im letzten Teil haben wir auf einem Windows Server 2008R2 die Windows Bereitstellungsdienst (WDS) installiert, konfiguriert und ein Bootimage eingebunden,
Damit wir Clients über PXE Boot installieren können statt jedesmal mit unseren Boot Medien durch den Deployment Ort rennen zu müssen 😉

In diesem Artikel schauen wir uns die Windows Bereitstellungsdienst (WDS) etwas genauer an. Wir haben bereits unser Bootimage importiert.

Als nächste sollten wir das PXE Boot aktivieren und uns auch weiter Einstellungen anschauen, dazu klicken wir auf „EIGENSCHAFTEN“

Hier können wir die Windows Bereitstellungsdienste konfigurieren, die meisten Einstellungen können wir so lassen,
schadet aber nicht wenn man alles mal gesehen hat.

Am wichtigsten ist zunächst für uns das Menü „START“, das wir so wie hier aussehen sollte

Wichtig ist auch noch das wir unserem DHCP Server mitteilen das er auch PXE Clients bedienen soll

Das war es schon, das PXE Boot ist jetzt aktiviert !

Wenn wir das sichergestellt haben, können wir jetzt noch ein Installationsabbild in unseren WDS Server importieren.

Zunächst legen wir eine Abbildgruppe an, die wir einfach z.B. nach dem Firmennamen benennen, so ist es einfache
die Windows Bereitstellungsdienst zu verwalten.

Also nächstes fügen wir ein INSTALLATIONSABBILD hinzu

Fertig !

Als nächstes sollten wir uns um die Treiber Struktur im Windows Bereitstellungsdienst (WDS) Gedanken machen.
Ich habe mir angewöhnt Treiber in 3 Hauptgruppen zu unterteilen:

  • Desktop/Workstation
  • Server
  • Notebook

Dazu fügen wir eine TREIBERGRUPPE hinzu und konfigurieren sie…..

Jetzt importieren wir die eigentlichen Treiber. Dell z.B. bietet auf seiner Seite komplette Treiber Pakete meistens als *.CAB Dateien an, die laden wir uns einfach runter, entpacken sie mit 7zip in einen Ordner und den können wir dann in den Windows Bereitstellungsdienst (WDS) einfach importieren. In unserem Beispiel importieren wir 2 Dell Treiber Pakete, ein für Desktop PCs und eins für Notebooks.

Wir fangen mit dem Desktop Treiber Paket an, einfach den Ordner angeben (ich habe dazu ein Transferverzeichnis im Deployment Share angelegt)

Jetzt scannt der Windows Bereitstellungsdienst (WDS) den Ordner nach Treibern und gibt uns eine Liste aus.
Hier könnten wir wenn wir wollten bestimmte Treiber Pakete ausschließen.

Das ganze bestätigen…..

…und der Import startet…..

Es gibt immer einige Pakete die nicht mit installiert wurden weil sie doppelt importiert wurden und schon in der Datenbank des
Windows Bereitstellungsdienst (WDS) vorhanden waren. Das ist ein Riesenvorteil, da wir so viel Platz sparen und Dubletten vermieden haben

Jetzt kommt das wichtigste zum Ordnung halten, wir weisen die importierten Treiber einer TREIBERGRUPPE zu

Jetzt enthält die TREIBERGRUPPE alle Treiber aus dem Treiber Paket

Genauso verfahren wir jetzt noch mit der Laptop TREIBERGRUPPE…..

Wenn dieser importiert ist werden wir feststellen das von diesen 169 Treibern nur 129 importiert wurden, weil der Rest,
meist die Netzwerktreiber und Chipset Treiber, Dubletten sind und daher die Verwaltung komplizierter machen würden

Insgesamt haben wir den Windows Bereitstellungsdienst (WDS) jetzt mit 185 Treibern bestückt,
56 Treiber für Desktop PCs und 129 Treibern für unsere Notebooks

Das war mal ein Überblick was man alles mit dem WDS Dienst anstellen kann.

Für uns MDT User gestaltet sich die Sache deutlich einfacher:
Wir binden einfach nur unser x64 und x86 MDT bootimage ein, damit der WDS davon booten kann, der Rest läuft dann über den MDT 2012/2010

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6 Kommentare zu MDT 2010 und Windows Bereitstellungsdienst (WDS) Teil II – Management

  1. V3xX sagt:

    Sehr guter Beitrag!

    Aber wo ist denn nun der interessanteste Teil, der Teil III ?

    Gruss
    V3xX

  2. Iggy sagt:

    Der wird demnächst hier veröffentlicht 😉

  3. Sascha sagt:

    Hallo

    braucht man den WDS eigentlich um die Images zu verteilen?
    Wie ist das Zusammenspiel zwischen WDS und MDT ?
    kann mir das jemand erklären?

  4. Iggy sagt:

    Man braucht WDS nur wenn man zB via PXE Boot Images verteilen will…..
    Dazu gibt es bald aber noch einen Artikel wenn ich so was bald bei einem neuen Kunden aufsetzten muss.

  5. Sascha sagt:

    Ja das dachte ich mir das man es nur braucht wenn man das über PXE verteilen will.

    Ich verstehe nur nicht wie mein PC jetzt schon ein Image bekommt obwohl ich im WDS nur
    die WINPE implementiert habe?
    Kannst Du mir da nicht mal einen Tip geben? Ich starte den PC also per PXE Boot und habe dann die Auswahl von
    meinen *.wim Dateien(Abbildern), dann aktiviere ich eins und schon gehts los? aber wie kann das funktionieren wenn ich im WDS kein Abbild eingebunden habe?

  6. Iggy sagt:

    Hallo,
    Dazu wird es einen gesonderten Artikel hier geben demnächst.

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