Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5

Dieser Mai wird hier im Blog voll im Zeichen des Microsoft Assessment and Planning Toolkit 5.5 stehen. Das schauen wir uns diesen Monat mal genauer an.
Dieses Tool ist ein mächtiges Schwert, welches uns hilft vor einer Migration einen guten Überblick über die vorhandene Infrastruktur zu bekommen.
Ich habe es sehr oft erlebt, dass ich bei Kunden eine Migration auf eine neue Betriebsystemversion durchführen sollte und als ich die Verantwortlichen nach einem aktuellen Inventory gefragt habe, um mir ein Bild von der Infrastruktur machen zu können, habe ich nur in verdutze Gesichter geblickt oder habe uralte Excel Sheets geliefert bekommen die meist händisch gepflegt wurden.
Bevor man sich über eine Migration Gedanken macht, sollte man SEHR GENAU wissen, welche Software und auch Hardware in dem zu migrierenden Unternehmen im Umlauf ist. So weiß man genau, welche Hardware Aufrüstungen usw. nötig ist um alle Anforderungen des Unternehmens abdecken zu können.
MERKE:
Auch wenn ihr es schon langsam nicht mehr hören könnt, je mehr Energie wir hier investieren und je genauer wir das Umfeld kennen, desto einfacher wird unserer Leben während und nach der Migration !

Wo bekommt man das Microsoft Assessment and Planning Toolkit 5.5 und was kostet es ?
Es ist wieder mal ein Tool das Microsoft KOSTENLOS zum download anbietet :-).
Das Tool kann man hier downloaden, dort findet man auch ganz gute Dokus von Microsoft. Außerdem benötigen wir noch einen SQL Express Server 2008, wo das Microsoft Assessment and Planning Toolkit 5.5 sein Daten ablegen kann, den SQL Express Server 2008 kannen hier auch kostenlos downloaden.
Wir benötigen auch Word und Excel auf unserem Microsoft Assessment and Planning Toolkit 5.5 Rechner, damit werden die Reports („Summary Results“) aus der SQL Datenbank generiert und ausgegeben.

Wie fuktioniert das Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5 ?
Was mir am besten an diesem Tool gefällt, ist das es komplett Agentlos arbeitet. D.h. wir müssen nicht, wenn wir als Externe zu einem neuen Kunden kommen, den AD Admin oder den Deployment Guru überzeugen, dass wir einen Software Agenten in seinem Netz auf alle Clients verteilen müssen, dessen Funktion sie nicht kennen und der das leistet was sie ewig lang versäumt habe….so macht man sich nämlich KEINE Freunde ;-).
Wir bekommen als externe Berater meist einen einfach Domain Admin Account im Netzwerk, um unsere Arbeit erledigen zu können. Das reicht auch um das MAP 5.5 auf EINEM Computer im Netzwerk zu installieren und mit Hilfe bereits vorhandener Technologien, wie WMI (Windows-Verwaltungsinstrumentation), dem Remoteregistrierungsdienst (RRS), dem Computersuchdient, dem Simple Network Management Protocol (SNMP)  und dem AD (Active Directory), Daten unserer Kunden aus der IT Landschaft zu sammeln, aufzubereiten und dann für uns und auch das IT Management des Kunden einen ausführlichen und zusammenfassenden Bericht zu erstellen.

Was kann das Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5 genau ?
Es gibt so einige Punkte wo uns das MAP 5.5 das Leben einfacher machen kann.. hier mal die wichigsten Punkte:

  • Identifizierung der derzeit installierten Windows-Client-Betriebssysteme und deren Hardware und Empfehlungen für die Migration auf Windows 7
  • Bestandsaufnahme und Berichterstattung über die eingesetzten Web-Browser, Microsoft ActiveX-Steuerelemente und Add-Ons für die Migration zu Windows 7 kompatible Versionen vom Internet Explorer
  • Information zu Antivirus-und Anti-Malware-Programmen auf dem Desktop bei aktivierter und deaktivierter Windows-Firewall
  • Identifizierung der derzeit installierten Microsoft Office-Software und Empfehlungen für die Migration auf Microsoft Office 2010
  • Identifizierung der derzeit installierten Windows Server-Betriebssysteme, darunter liegenden Hardware und Geräten sowie Empfehlungen für die Migration auf Windows Server 2008 R2
  • Identifizierung der derzeit installierten Linux-Betriebssysteme und der zugrunde liegenden Hardware für Virtualisierung auf Hyper-V oder Verwaltung von Microsoft System Center Operations Manager R2
  • Identifikation von virtuellen Maschinen auf Hyper-V und VMware, ihrer Details auf Host- und Guestsystemen
  • Bewertungen von Windows 2000 Server-Umgebungen und dem Softwareinventar
  • Identifikation und Analyse von Web-Anwendungen, IIS-Servern und SQL Server-Datenbanken für die Migration auf Windows Azure-Plattform
  • Ausführliche Bewertung und Berichterstattung über die Server-Auslastung, sowie Empfehlungen für die Serverkonsolidierung und Platzierung der virtuellen Maschine mit Hyper-V
  • Identifizierung von  SQL Server-Datenbanken, Instanzen und ausgewählten Merkmalen
  • Identifizierung von heterogenen Datenbanken (MySQL, Oracle und Sybase-Instanzen)
  • Identifizierung von SQL Server-Host-Maschinen und Komponenten von SQL Servern

Quelle: TechNet

Beleuchten wir mal einige Punkte etwas genauer:
Hardware und die Gerätekompatibilität  für Server 2008R2 und Windows Windows 7
Wir benötigen eine Hardwarebewertung bei der Migration zu Windows 7/8, damit wir sicherstellen können, dass die Hardware die der Kunde vor der Migration verwendet auch genug Rescourcen für das neue Betriebssystem hat und auch dafür zertifiziert ist. Oft ist die Hardware absolut ausreichend für Windows 7, trotzdem ist es die Pflicht des Consultants den Kunden darauf hinzuweisen, dass die ein oder andere PC Serie, die bei Kunden im Feld ist, nicht für Windows 7 geeignet ist. Würden wir das als Consultants nicht machen, könnte der Kunde uns später für eventuell auftretende Probleme verantwortlich machen und das sollten wir logischerweise vermeiden.

UMSCHREIBEN
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Um die Vorbereitung der Migration vorhandener Windows-Computer zu Windows 7 zu erleichtern, stellt MAP ein Szenario bereit, mit dessen Hilfe wir leichter einschätzen können, auf welchen Computern Windows 7 lauffähig ist. Die Computer auf denen ältere Windows-Versionen (z.B.Windows XP und Windows Vista) vorhanden sind, werden untersucht und auf die Mindestanforderungen (CPU-Geschwindigkeit, Arbeitsspeicher und freier Festplattenspeicher) getestet.  Entspricht ein Computer nicht allen Anforderungen (z.B. nicht genug Arbeitsspeicher), dann gibt MAP Empfehlungen wie diese Mängel behoben werden können.

Am Ende der Auswertung werden die Ergebnisse in der MAP-Konsole angezeigt. Für Windows 7 zeigt das Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5 die folgenden vier Ergebnisse jeweils in einem eigenen Abschnitt an:

  • Inventory Summary
  • Before Hardware Upgrades
  • After Hardware Upgrades
  • Device Compatibility Summary

In dem Abschnitt „Inventory Summary“ können wir erkennen, wie erfolgreich die MAP-Bestandsaufnahme war. Er enthält die Anzahl der Computer, auf denen Client- oder Serverbetriebssysteme ausgeführt werden, sowie die Anzahl der Computer, bei denen nicht ausreichend Daten zur Bestimmung des Betriebssystems gesammelt werden konnten.

Der Abschnitt „Before Hardware Upgrades“ beinhaltet die Ergebnisse inwiefern die untersuchte Umgebung Windows 7 geeingnet ist. Computer sind Windows 7 geeignet, wenn sie die Mindestanforderungen an CPU, Arbeitsspeicher und freiem Festplattenspeicher erfüllen (Ready for Windows 7). Computer die nicht für Windows 7 geeignet sind (Not Windows 7 Ready), können allerdings durch Erweiterung des Arbeitsspeichers oder des freien Festplattenspeichers auf das benötigte Level gebracht werden. Computer die für Windows 7 ungeeignet sind (Cannot Run Windows 7) , verfügen meist über eine CPU, die nicht genug Leistung erbringt, um das Betriebssystem ausführen zu können. Bei dem Ergebnis „insufficient Data“ konnte ein Computer nicht gefunden werden bzw. er konnte nicht inventarisiert werden. Im Detailbericht „Windows 7 Assessment“ sind zu jedem einzelnen Computer detailliete Angaben über seine Daten. Folgende Angaben zählen dazu: ob ein Computer inventarisiert wurde, grundlegende Hardwareinformationen, der aktuelle Stand der Windows 7-Eignung sowie gegebenenfalls auch die Informationen welche Hardware aktualisiert werden muss und welche Geräte nicht kompatibel sind.
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  • Planen von Virtualisierung
    Dieser Punkt ist für mich der zweit wichtigste, den das Microsoft Assessment and Planning Toolkit abfängt, denn das MAP 5.5 ist jetzt in der Lage uns auch bei der Planung von virtuellen Infrastrukturen behilflich zu sein.
    Es wird ein Check der virtuellen Infrastruktur durchgeführt, egal ob Hyper-V, VMware oder Citrix.
  • Inventarisierung von heterogenen Landschaften
    Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5 kann auch Quellen wie VMWare, diverse Linux Derivate und Unix inventarisieren. Apache, MySQL und PHP werden ebenfalls mit Versionsnummern angezeigt.
    Seit der Microsoft Assessment and Planning Toolkit Version 5.5 werden auch MySQL, Oracle und Sybase Instanzen erkannt und reported. Weil Microsoft seine Cloud Strategie vorrantreiben will, ist auch seit der Version 5.5 eine Funktion mit an Bord, welche die Migration zu Windows Azure und SQL Azure erleichtern soll.
    Hier nochmal alle Software die von Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) 5.5 erkannt werden.
  • Windows 7
  • Windows Vista
  • Windows XP Professional
  • Office 2010 and previous versions
  • Windows Server 2008 or Windows Server 2008 R2
  • Windows Server 2003 or Windows Server 2003 R2
  • Windows 2000 Professional or Windows 2000 Server
  • VMware ESX
  • VMware ESXi
  • VMware Server
  • Linux variants
  • LAMP application stack discovery
  • SQL Server 2008
  • SQL Server 2008 R2
  • MySQL
  • Oracle
  • Sybase

Quelle: http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb977556.aspx

  • SCCM Abfrage
    MAP kann aus einem System Center Configuration Manager Daten einlesen und verarbeiten
  • Office 2010 Assessment
    MAP überprüft System ob sie auch mit Office 2010 kompatible sind
  • Desktop Security Assessment
    Microsoft Assessment and Planning Toolkit kann auch Antivirus/Malware Applikationen bewerten- dieses Feature ist recht neu.
  • Software Lizenz Management
    MAP 5.5 ist das perfekte Tool um dem Kunden zu zeigen, wie es um seine Lizensierung bestellt ist, was zuviel oder meist zu wenig lizensiert ist. Eine Migration ist IMMER eine Chance eine Über/Unterlizensierung zu beseitigen. Erfasst werden die Lizenzen von Windows Clients, Windows Server,  SharePoint Server,  System Center, Exchange Server, und SQL Server. Diese Funktion macht es uns auch VIEL einfacher Kostenvoranschläge sehr genau zu erstellen und bewahrt uns und den Kunden vor sehr unangenehmen Überraschungen…wer einmal eine Software Revision mitgemacht hat, der weiß von was ich spreche 😐

 

Gute Links zum Thema
TechNet Webcast:  Microsoft Assessment and Planning Toolkit (Level 200)
Ralf Schnell erklärt in 20min die Vorteile des Microsoft Assessment and Planning Toolkit in einem Webcast

Der TechNet Microsoft Assessment and Planning (MAP) Toolkit Team Blog
http://blogs.technet.com/mapblog

Im nächsten Teil schauen wir uns genau wie beim Microsoft Application Compatibility Toolkit an, wie man eine Sammlung erstellt 🙂

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